Gute Vorsätze fürs neue Jahr?

Meistens kurz vor Jahreswechsel kommen viele Menschen auf die Idee, gute Vorsätze für das neue Jahr zu fassen. Haben Sie dies auch getan? Oder – hatten Sie es eigentlich vor?

Sich vor Beginn des neuen Jahres einige Ziele zu stecken, die man im kommenden Jahr erreichen möchte, kann durchaus sinnvoll sein. Aber was nützen die besten Vorhaben, wenn man sie nach kurzer Zeit schon wieder vergisst oder aufs nächste Jahr verschiebt? Ziele lassen sich jedoch tatsächlich erreichen, wenn man dabei ein paar Punkte beachtet:

  1. Persönliche Ziele wählen
    Das Ziel, dass Sie erreichen wollen, sollte eines sein, dass Sie persönlich für sich erreichen wollen – und nicht etwa eines, das Freunde, Verwandte oder Ihr Partner sich von Ihnen wünscht!
  2. Ein Ziel braucht einen guten Grund
    Sie sollten einen guten Grund oder ein gutes Motiv haben, warum bzw. wozu Sie Ihr Ziel unbedingt erreichen wollen. Nur wenn ich beispielsweise tatsächlich daran interessiert bin, endlich einen Partner zu finden, der zu mir passt, werde ich auch bereit sein, die dafür erforderliche Energie und die dafür geeigneten Mittel  einzusetzen.
  3. Realistische Ziele wählen
    Überprüfen Sie, ob Ihr Ziel für Sie auch wirklich erreichbar ist. Noch in diesem Jahr ein berühmter Popstar zu werden, ohne jedoch weder singen noch ein Instrument spielen zu können, ist sicherlich kein realistisches Ziel. Ein Instrument spielen zu lernen und dabei am Ende dieses Jahres ein gutes Anfängerniveau erreicht zu haben, stellt dagegen ein durchaus erreichbares Ziel dar.
  4. Ziele inhaltlich und zeitlich konkretisieren
    Legen Sie genau fest, was Sie konkret wann erreicht haben wollen. Was ist genau der Fall, was ist genau anders, wenn ich mein Ziel erreicht habe? Zu welchem konkreten Termin will ich mein Ziel erreicht haben? Haben Sie zum Beispiel die Absicht, in diesem Jahr ein paar Pfund abzunehmen, legen Sie fest, wieviel Kilogramm Sie in welcher Zeit bis zu welchem konkreten Zeitpunkt abgenommen haben wollen.
  5. Geeignete Methode zur Zielerreichung auswählen
    Machen Sie sich klar, mit welcher Methode Sie Ihr Ziel erreichen wollen und auch können. Wenn ich etwa endlich eine Arbeit finden möchte, die wirklich zu mir passt, so reicht es mit Sicherheit nicht, abzuwarten und auf den Zufall zu hoffen. Wenn ich mir dagegen zunächst ein geeignetes Verfahren suche, um herauszufinden, welche Arbeit mir wirklich Freunde macht, um anschließend regelmäßig alle Stellenangebote nach der von mir bevorzugten Tätigkeit zu durchsuchen, werde ich viel eher Erfolg haben. Bei Zielen, die ein längeres Durchhalten oder aber viele Schritte erfordern, um sie zu erreichen, ist es im Übrigen sinnvoll, den Weg der Zielerreichung in kleinere Schritte, sogenannte Teilziele, zu zerlegen.
  6. Misserfolge auf der Rechnung haben
    Legen Sie sich Strategien für Rückschläge zurecht. Was kann ich tun, wenn ich zu scheitern drohe? Wenn ich beispielsweise wieder in mein altes Essverhalten zurückgefallen bin, obwohl ich doch eigentlich abnehmen wollte, so ist das keine Katastrophe. Ich sollte aber wissen, was ich tun kann, um die Häufigkeit solcher Rückfälle in Zukunft zu verringern oder ihr Auftreten sogar ganz zu vermeiden. Vielleicht kann ich einfach eine(n) Freund(in) anrufen oder jemand anderen, der mir konkret helfen kann, wenn ich merke, dass ich außerhalb meiner Mahlzeiten zum Kühlschrank gehen möchte?
  7. Holen Sie sich Unterstützung
    Nehmen Sie Kontakt mit Menschen auf, die Ihnen helfen können, Ihr Ziel in die Tat umzusetzen. Dies können Menschen sein, die gleiche öder ähnliche Ziele erreichen wollen oder schon erreicht haben. Aber auch ein Coach kann Ihnen helfen, Ihre persönlichen Ziele tatsächlich zu erreichen.
  8. Belohnen nicht vergessen
    Belohnen Sie sich mit etwas, das Ihnen wirklich Freude macht, wenn Sie Ihr Ziel oder eines Ihrer Teilziele erreicht haben. Sie haben es sich verdient! 🙂

Sollten Sie jemanden suchen, der Ihnen professionell dabei behilflich ist, Ihre persönlichen Ziele zu erreichen: Rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir!

Multitasking oder Achtsamkeit?

In letzten Jahren ist in Büchern und Zeitschriftenartikeln, die eine Anleitung für ein gutes oder gar glückliches Leben geben möchten, immer häufiger von dem Begriff der Achtsamkeit die Rede. Unter einem Leben in Achtsamkeit wird dabei eine Lebensweise verstanden, bei der wir versuchen sollen, immer nur eine Sache auf einmal zu tun – im Gegensatz zum Multitasking, wo wir bemüht sind, möglichst viele Dinge gleichzeitig zu erledigen. Den Gegensatz von Monotasking in Achtsamkeit und Multitasking verdeutlicht auch sehr schön folgende Anekdote:

Einst fragten einige junge Mönche ihren Zenmeister: „Herr, was tust du, um glücklich und zufrieden zu sein? Wir wären auch gerne so glücklich, wie du es bist.“ Der Alte antwortete mit einem sanften Lächeln: „Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich.“ Darauf entgegnete einer der jungen Mönche: „Bitte, treibe keinen Spott mit uns. Was du sagst, tun wir doch auch. Wir schlafen, essen und gehen. Aber wir sind nicht glücklich. Was ist also dein Geheimnis?“ Der Zenmeister antwortete abermals: „Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich.“ Unruhe und Unmut kam unter den jungen Mönchen auf, so dass der Meister nach einer Weile hinzufügte: „Sicher liegt auch Ihr und Ihr geht auch und Ihr esst. Aber während Ihr liegt, denkt Ihr schon ans Aufstehen. Während Ihr aufsteht, überlegt Ihr wohin Ihr geht und während Ihr geht, fragt Ihr Euch, was Ihr essen werdet.“

Es ist allgemein bekannt, dass Multitasker viele Aufgaben schlechter und weniger effektiv ausführen, als Menschen, die sich nur mit einer einzigen Aufgabe beschäftigen. Und trotzdem telefonieren wir, während wir kochen, essen wir, während wir fernsehen und hören Musik, wenn wir arbeiten. Warum tun wir das? Zumeist wohl deswegen, weil wir Zeit sparen wollen: Wenn wir während des Kochens nicht mit dem Freund oder der Freundin telefonieren, dann kommen wir ja heute schon wieder nicht dazu. Wenn wir erst in Ruhe essen, verpassen wir ja den Spielfilm, der heute abend gesendet wird. Wir wollen eben ganz viele Dinge tun, natürlich am besten nicht auf einmal – aber wir haben nicht die Zeit dazu!

Gibt es einen Ausweg aus diesem Dilemma? Jein. Es gibt ihn wahrscheinlich nicht, wenn wir daran festhalten, genauso viele verschiedene Dinge an jedem einzelnen Tag tun zu wollen wie bisher. Einen Ausweg gibt es aber vielleicht sehr wohl, wenn wir uns entschließen, alles, was wir jeden Tag, Tag für Tag tun, auf den Prüfstand zu stellen. Was ist mir davon wirklich wichtig? Was möchte ich unbedingt in meinem Leben tun? Muss ich wirklich so viele Sendungen im Fernsehen mitbekommen? Zu welchen Freunden ist mir ein regelmäßiger Kontakt wirklich wichtig? Wie viel Arbeit, wie viele zusätzliche Aufgaben und wie viele Gefälligkeiten möchte ich mir auf Dauer jeden Tag zumuten? Auf wie vielen Partys muss ich wirklich unbedingt dabei sein?

Eine solche Überprüfung der Präferenzen der persönlichen Lebensgestaltung setzt allerdings voraus, den eigenen Lebensweg und die damit verbundenen persönlichen Lebensziele gut zu kennen. Denn nur, wer auch tatsächlich weiß, wo er hin will, kennt auch die Wege, die auf seiner Reise für ihn von Bedeutung sind.

Sind verheiratete oder unverheiratete Frauen glücklicher?

Eine Kölner Studie widerlegt zumindest teilweise ältere Studien, die gezeigt hatten, dass verheiratete Paare glücklicher sind als Paare in eheähnlichen Lebensgemein-schaften. Kölner Forscher vom Institut für Wirtschafts- und Sozialpsychologie der Universität zu Köln werteten dazu Daten einer Befragung von insgesamt 22 000 verheirateten und unverheirateten in Partnerschaften lebenden Frauen und Männern in 28 Ländern aus; ca. 900 davon kamen aus Deutschland. Mit Hilfe einer 7-Punkt-Skala von 0 (glücklich) bis 7 (absolut unglücklich) wurde das subjektive Glücksempfinden der befragten Personen gemessen.

Das Ergebnis des Kölner Forscherteams: Zumindest bei Frauen hängt es von den Werten ihrer gesellschaftlichen Lebensumgebung ab, ob sie eher in einer Ehe oder aber einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft glücklich sind. Verheiratete Frauen sind nur dann glücklicher als Frauen in eheähnlichen Lebensgemeinschaften, wenn sie in Ländern mit gesellschaftlich konservativer Moral leben, die ein Leben in eheähnlichen Gemeinschaften nicht erlaubt. Je konservativer also die gesellschaftliche Lebensumgebung, desto unglücklicher sind Frauen in eheähnlichen Gemeinschaften im Vergleich zu verheirateten Frauen.

Maßgeblich für die gesellschaftlich vorherrschende Moral ist die gemeinhin vertretene Einstellung zu den Themen ‚Geschlechterrollen‘ bzw. ‚Rollen und gesellschaftlicher Status von Männern und Frauen‘. Die ausgeprägtesten traditionellen Rollenerwartungen an die Frau gibt es in Bulgarien, Mexiko, der Slowakei, Brasilien und den USA. Dort erleben Frauen in eheähnlichen Partnerschaften die stärkste Missbilligung durch ihre Lebensumgebung. Deshalb sind beispielsweise in Bulgarien verheiratete Frauen 0,8 Punkte glücklicher als unverheiratete. In liberalen skandinavischen Ländern ist dies dagegen nicht der Fall.

Deutschland liegt mit seinen gesellschaftlichen Konzepten von Geschlechtergleichheit im Mittelfeld: Bezüglich der Geschlechterrollen werden hier im Allgemeinen weder extrem konservative noch sehr liberale Auffassungen vertreten. Dementsprechend macht es für Frauen in Deutschland keinen großen Unterschied, ob sie in einer Ehe oder aber in einer eheähnlichen Gemeinschaft leben.

„Die Studie zeigt, dass das Glück nicht nur innerhalb einer Person liegt, sondern auch außerhalb – in ihrer Umgebung“, so Olga Stavrova, Mitarbeiterin des Forschungsinstituts. Diese Weisheit kommt wahrscheinlich den meisten Menschen bekannt vor.

http://www.portal.uni-koeln.de/nachricht+M5f716e1c7eb.html

Ändert sich der IQ in der Jugend noch?

Britische Neurowissenschaftler vom UCL Institute of Neurology wollen nachgewiesen haben, dass sich der Intelligenzquotient (IQ) eines Menschen auch noch in jugendlichem Alter deutlich ändern kann.

Dazu wurden bei 33 Teenagern im Alter von 12 bis 16 Jahren mit gängingen IQ-Tests die verbale und nichtverbale Intelligenz ermittelt. Diese Test wurden vier Jahre später an denselben Personen wiederholt. Resultat: Einige Testpersonen erzielten bei der zweiten Testung bis zu 20 IQ-Punkte mehr, aber auch zum Teil weniger als vier Jahre zuvor!

Demnach könnte in der Realität ein Jugendlicher, der mit 14 Jahren im Test einen durchschnittlichen IQ von 110 Punkten erzielt hat und damit als normal intelligent gilt, mit 18 Jahren im Test unter Umständen jedoch einen IQ von 130 Punkten erzielen und damit dann als hochbegabt einzustufen sein. Ebenso könnte ein Jugendlicher mit einem Testergebnis von 90 Punkten vier Jahre später lediglich einen IQ-Wert von 70 Punkten erreichen und damit als stark lernbehindert gelten.

Parallel zu den Intelligenztests fertigten die Forscher mit Hilfe der strukturellen und funktionellen Magnetresonanztomographie (MRT) zu beiden Messzeitpunkten Bilder von den Gehirnen der Probanden an. Dabei zeigte sich, dass veränderte IQ-Werte mit Änderungen der Hirnstruktur korrelierten: Eine Änderung der verbalen Intelligenz ging mit einer Veränderung der grauen Substanz in derjenigen Hirnregion einher, die beim Sprechen aktiv ist. Eine Änderung der nichtverbalen Intelligenz war dagegen mit einer Veränderung der grauen Substanz in eben der Hirnregion verbunden, die beim Bewegen der Finger aktiviert wird.

Noch nicht geklärt ist, wodurch diese Veränderungen der IQ-Werte und der Gehirnsubstanz hervorgerufen werden. Sind es reife- oder umweltbedingte Ursachen? Die Leiterin der Forschungsgruppe Cathy Price mutmaßt, dass es eine Frage des Trainings sein könnte, vergleichbar der körperlichen Fitness: „Ein Teenager, der mit 14 Jahren körperlich fit ist, kann mit 18 weniger fit sein, wenn er zu trainieren aufhört.“ Weiterhin fragt sich Cathy Price, ob sich die Intelligenz auch noch im Erwachsenenalter ähnlich stark verändern kann, da das Gehirn ja auch dann noch plastisch ist.

Was ist diese Untersuchung nun wert? Die Ergebnisse der Testreihe sind allein aufgrund der Beteiligung von nur 33 Testpersonen weit davon entfernt, signifikant zu sein. Zudem ist die These, dass intellektuelle Fähigkeiten sich über die Zeit verändern können, keineswegs revolutionär. Niemand behauptet, dass der IQ über die gesamte Lebenszeit stabil bleibt. Nehmen wir also die vorliegende Untersuchung als erneuten Anlass, einmal mehr zu überdenken, ob Schulkinder bereits vor oder mit Beginn der Pubertät nach ihrer Leistungsfähigkeit sortiert werden sollten. Cathy Price: „Wir müssen aufpassen, dass wir Leistungsschwache nicht in einem frühen Stadium abschreiben, wenn sie doch ihren Intelligenzquotienten in wenigen Jahren noch deutlich steigern könnten.“

http://www.nature.com/nature/journal/vaop/ncurrent/full/nature10514.html

Burnout bei Führungskräften

Mit der Modediagnose ‚Burnout‘ sind im Grunde Erschöpfungszustände gemeint. Das Brisante an dieser Mode ist jedoch: Jede vierte Führungskraft ist ein Risikokandidat für solche Erschöpfungszustände! Das zumindest legt eine Studie des Instituts für angewandte Innovationsforschung e. V. an der Ruhr-Universität Bochum (IAI) in Zusammenarbeit mit den Kliniken Essen-Mitte nahe: 24 Prozent von 229 dort befragten Führungskräften zeigten Symptome starker vitaler Erschöpfung. Ein solche Erschöpfung äußert sich in Form von Müdigkeit, Energiemangel und Entmutigung, verbunden mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkte.

Dem IAI zufolge erzeugt der permanente Veränderungsdruck in Unternehmen einen „Innovationsstress“, der eine wesentliche Ursache für den hohen Prozentsatz der Burnout-Risikokandidaten sein könnte. Um im Spannungsfeld von Kostenkonkurrenz und Innovationsdruck bestehen zu können, müssten vor allem Führungskräfte Veränderungsprozesse in Unternehmen vorantreiben. Kreativität,  Kompetenzentwicklung und die Suche nach Verbesserungen würden zu Daueraufgaben, parallel zum Termin- und Leistungsdruck des operativen Tagesgeschäfts.

In der Studie wird gefolgert, dass Innovation und Prävention enger verzahnt werden müssen, um nicht nur den Chancen, sondern auch den Risiken und Nebenwirkungen, die Innovationen mit sich bringen, Rechnung zu tragen. Nur so könne vermieden werden, die Gesundheit der Führungskräfte und damit auch die Zukunft der Unternehmen zu gefährden.

http://idw-online.de/de/attachmentdata11542.pdf

Work-Life-Balance zunehmend schwierig

Die ersten Ergebnisse einer Trendanalyse des Forschungs-projekts „Lanceo – balanceorientierte Leistungspolitik“, das vom Bundesforschungsministerium gefördert und vom Projektträger ‚DLR/Arbeitsgestaltung und Dienstleistungen‘ betreut wird, machen jetzt auch amtlich, was Coaches, Lebens- und Unternehmensberater schon lange wissen: Immer mehr Menschen fällt es schwer, Arbeit und Privatleben miteinander zu vereinbaren. Häufig beansprucht die Arbeit so viel Zeit und Nerven, dass das Privatleben zu kurz kommt. In solchen Fällen leidet nicht nur der betroffene Mensch, sondern auch seine Arbeit. Das wissen mitterweile auch die Unternehmen.

Darüber hinaus untersucht das interdisziplinäre Team des Forschungsprojekts, wie betriebliche Anforderungen einerseits und die Ressourcen und Bedürfnisse der Beschäftigten andererseits besser miteinander in Einklang gebracht werden können.

Viele Arbeitnehmer erleben, dass Arbeit und Privatleben sich zwar wechselseitig bereichern, alle Beschäftigtengruppen berichten aber von negativen Auswirkungen der Arbeit auf ihr Privatleben. Schlechte Arbeitsbedingungen wie z. B. eine zu hohe Arbeitsintensität und häufige ungeplante Arbeitsunterbrechungen werden u. a. als Gründe angeführt. Eine so gestörte Work-Life-Balance zulasten des Privatlebens schlägt natürlich auf die Arbeit zurück. Denn wer Arbeit und Privatleben auf die Dauer nicht gut unter einen Hut bekommt, wird auch den Anforderungen an seinem Arbeitsplatz weniger gerecht.

Die Betriebe spüren das, indem sich eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit schnell auch auf die Produktivität und die Qualität der Arbeit auswirkt. Deshalb kümmern sich viele Firmen inzwischen zunehmend selbst um das Thema Work-Life-Balance. Das Lanceo-Forschungsteam stellt jedoch kritisierend fest, dass die betriebsinternen Gestaltungsmaßnahmen oft entweder zu spezifisch sind (z. B. Betriebskindergärten für Beschäftigte mit Kindern) oder aber sich vor allem an privilegierte, auf dem Arbeitsmarkt sehr gesuchte Arbeitskräfte richten.

Bei den bestehenden Leistungsanforderungen ändert sich laut Lanceo zurzeit noch immer nicht genug. Besonders eine maßlose Leistungspolitik führe zu Überlastung, Demotivation, Fehlsteuerung und einer Beeinträchtigung der Balance zwischen Arbeit und Leben.

http://www.lanceo.de/files/lanceo_brosch__re_lay_v3_downloadversion.pdf